Würmer bei Katzen und Hunden

22.02.2016

Im Gegensatz zu Impfungen, die eine vorbeugende Wirkung haben, helfen Wurmkuren nur gegen Parasiten, mit denen sich das Tier bereits infiziert hat. Deshalb ist eine allgemeine Empfehlung, wie oft man entwurmen soll, nicht sinnvoll.
Auch ist es wichtig zu wissen, dass es kein Medikament gibt, das gegen alle Darmparasiten gleichzeitig wirkt!

Wir empfehlen deshalb, in regelmäßigen Abständen eine Kotprobe zur Untersuchung in der Praxis abzugeben. Generell sind Hunde und Katzen, die viel Kontakt mit anderen Artgenossen haben (z.B. Hundeschule, regelmäßiger Besuch einer Hundewiese, freilaufende Katze) einem größeren Risiko ausgesetzt, sich mit Würmern zu infizieren, als Coachpotatoes oder reine Stubentiger.

Da sich Jungtiere über die Muttermilch mit Würmern anstecken können, sollte bei Welpen besonders auf Wurmbefall geachtet werden. Besonders zu beachten: da Mäuse ein sogenannter Zwischenwirt für Bandwürmer sind, ist der Bandwurm bei Katzen besonders bei freilaufenden Katzen häufig. Aus diesem Grund ist ebenfalls bei Flohbefall eine Wurmkur gegen den Bandwurm bei Hund und Katze angeraten.

Allgemeine Empfehlung unserer Praxis:

  • Welpen ab der 3. Lebenswoche: 3x im Abstand von 14 Tagen, und 1x nach
    der 2. Grundimpfung
  • Hunde mit viel Kontakt zu Artgenossen 3-4 x im Jahr
  • Wenig Kontaktfreudige Hunde 1-2 x im Jahr
  • Freilaufende Katzen 3-4 x im Jahr ggf. auch häufiger
  • Wohnungskatzen 1-2 x im Jahr


Wir empfehlen, ein- bis zweimal im Jahr anstatt einer Wurmkur eine Kotuntersuchung durchzuführen, um auch Erreger zu erfassen, die von den üblichen Wurmmitteln nicht abgetötet werden.